Technik und Prozesse fangen viel ab, aber nicht alles. An irgendeiner Stelle steht immer ein Mensch, der entscheidet, und genau dort setzen Täter an. Wer eine Masche einmal kennt, fällt nicht mehr darauf herein und schaut genauer hin. Diese Aufmerksamkeit lässt sich beibringen, im Unternehmen genauso wie im Klassenzimmer und am Küchentisch.
Warum das Thema immer wichtiger wird
Künstliche Intelligenz hat Betrug einfach gemacht. Was man früher am holprigen Deutsch und an der plumpen Aufmachung erkannt hat, kommt heute fehlerfrei, mit dem richtigen Namen angesprochen und in Sekunden millionenfach. Gefälschte Shops sehen aus wie echte. Stimmen lassen sich klonen. Auch ein Videoanruf beweist nichts mehr.
Gleichzeitig findet immer mehr Alltag im Netz statt: bezahlen, sich bewerben, eine Wohnung suchen, Tickets kaufen, spielen. Wer dort zum ersten Mal unterwegs ist, hat noch keine Erfahrung, aus der ein Bauchgefühl entstehen könnte. Genau diese Erfahrung lässt sich weitergeben, bevor der Schaden da ist.
Darum geht es hier: Menschen für eine Zeit stark zu machen, in der fast jeder Kontakt digital beginnt. Jugendliche, die zum ersten Mal selbst bezahlen. Belegschaften, die täglich Rechnungen und Anfragen bekommen. Ältere, die angerufen werden. Und alle, die sie begleiten, von Eltern über Lehrkräfte bis zum Ehrenamt. Keine dieser Gruppen hört denselben Vortrag, sondern jeweils den, der zu ihrem Alltag passt.
Aus der Praxis
Echte Fälle statt Broschürentext
Die Beispiele stammen aus einem Berufsleben in der Betrugsabwehr, also von der Seite, die täglich sieht, wie Täter wirklich vorgehen. Das ist der Unterschied zwischen „sei vorsichtig im Internet“ und einer Masche, die man wiedererkennt.
Strafbarkeit
Wann aus Opfern Beteiligte werden
Wer „nur mal kurz“ sein Konto zur Verfügung stellt, ist Finanzagent und damit womöglich selbst Beschuldigter in einem Geldwäscheverfahren. Das wissen die wenigsten, und deshalb gehört es in jede Veranstaltung.
Wirksamkeit
Nicht warnen, sondern befähigen
Angst macht unsicher, nicht sicher. Es geht um Muster, die man wiedererkennt, um zwei, drei Handgriffe, die im Ernstfall sitzen, und um die Gewissheit, dass Nachfragen nie peinlich ist.
Zielgruppen
Jede Gruppe wird anders angegriffen und braucht deshalb eine andere Ansprache. Inhalte, Beispiele und Sprache stimme ich vorher auf die Gruppe ab.
Unternehmen
Mitarbeitende und Führungskräfte
CEO-Fraud, Rechnungsmanipulation und der angebliche Lieferant mit neuer Bankverbindung
Phishing und Trickbetrug am Arbeitsplatz, vom Empfang bis zur Geschäftsführung
Deepfakes in Videocalls: warum „ich habe ihn doch gesehen“ kein Beweis mehr ist
Jede Rolle kennt danach ihre eigene Angriffsfläche und den Meldeweg
Schule
Schülerinnen und Schüler
Gaming-Accounts, In-Game-Käufe, gefälschte Gewinnversprechen und Abzocke über Social Media
Erste eigene Zahlungsmittel, Onlinekauf, Ticket- und Konzertbetrug, Deepfakes und Erpressung
Immer dabei: Was tue ich, wenn es passiert ist, und mit wem rede ich darüber?
Ausbildung & Studium
Azubis und Studierende
Unseriöse Nebenjobangebote, bei denen das eigene Konto benutzt wird, und was strafrechtlich daraus folgt
Erste Berührung mit Firmenprozessen: Rechnungen, Freigaben, der angebliche Chef per Mail
Kollegium
Lehrkräfte und Schulpersonal
Was Jugendliche gerade wirklich trifft, damit Fragen im Unterricht beantwortet werden können
Umgang mit einem konkreten Vorfall in der Klasse: Sofortmaßnahmen, Ansprechstellen, Anzeige
Schutz der Einrichtung selbst: Phishing auf Dienstkonten, Fake-Rechnungen, Datenschutz
Umfeld
Eltern, Vereine und Ehrenamt
Elternabende: worauf im Familienalltag zu achten ist, ohne dass am Ende alles verboten wird
Wie Eltern ihre Kinder begleiten können, auch wenn sie selbst nicht in jeder App unterwegs sind
Vereine und ehrenamtliche Strukturen: Kassenführung, Spendenbetrug, gefälschte Zahlungsaufforderungen
Senioren
Ältere Menschen und ihre Angehörigen
Schockanrufe, Enkeltrick und der falsche Bankmitarbeiter, in Ruhe erklärt statt in Panik
Warum eine bekannte Stimme am Telefon nichts mehr beweist und eine vertraute Rufnummer auch nicht
Was am Telefon niemals herausgegeben wird, und der eine Satz, mit dem man jedes Gespräch beenden darf
Für Angehörige: wie man das Thema anspricht, ohne zu bevormunden
Themen
Sortiert danach, worüber der Angriff hereinkommt. Ausgewählt und kombiniert je nach Gruppe, nicht alles in jeder Veranstaltung.
Über den Menschen
Phishing, Smishing und Vishing
Social Engineering
Deepfakes und geklonte Stimmen
CEO-Fraud und der falsche Chef
Schockanrufe und Enkeltrick
Der falsche Bankmitarbeiter
Über das Konto
Account-Übernahme
Passwörter und zweiter Faktor
Identitätsdiebstahl
Gaming-Accounts und Account-Handel
Erpressung mit Bildmaterial
Über das Geld
Fake-Shops erkennen
Vorkassebetrug
Abo- und Gewinnspiel-Fallen
Ticket- und Konzertbetrug
Anlagebetrug und Krypto-Versprechen
Romance Scams
Wenn man selbst hineingerät
Job-Scams und Finanzagenten
Wann aus Opfer unbemerkt Beteiligung wird
Wohnungssuche und Kautionsmaschen
Erste Schritte nach einem Vorfall
Wo man Anzeige erstattet und was das bringt
Über das Gerät
Schadsoftware und was sie wirklich anrichtet
Gefälschte Apps und Browser-Erweiterungen
„Ihr Rechner ist infiziert“: der Fernwartungs-Scam
Öffentliche WLANs und geteilte Geräte
Updates, die man nicht wegklicken sollte
Über die eigenen Spuren
Was ein Datenleck über einen verrät
Passwörter, die anderswo längst bekannt sind
Was sich aus öffentlichen Profilen zusammensetzen lässt
Fotos, Standortangaben und alte Beiträge
Warum dieselbe Mailadresse überall ein Risiko ist
Formate und Konditionen
Möglich ist, was für Ihre Gruppe sinnvoll ist, von der Schulstunde bis zum ganzen Tag. Die Länge stimmen wir vorher ab.
VortragEin Impuls vor einer Gruppe, einer Klasse, einer Belegschaft oder am Elternabend
WorkshopAn echten Fällen mitarbeiten, statt nur zuzuhören
ProjekttagEin ganzer Tag vor Ort, für jede Gruppe im Haus der passende Zuschnitt
FortbildungFür alle, die es danach selbst weitergeben, damit das Thema im Haus bleibt
IndividuellMaßnahmen gemeinsam erarbeiten, dazu praktische Handouts und Tipps zum Mitnehmen
KonditionenSonderpreise für Schulen, gemeinnützige Einrichtungen und das Ehrenamt
Welcher Weg für Sie der richtige ist, klären wir vorher im Gespräch. Das kostet in jedem Fall nichts.
Warum das jeden angeht
Vier Schritte, die erklären, warum dieses Thema nicht in die Technikabteilung gehört und warum es sich lohnt, früh damit anzufangen.
Betrug fragt nicht nach dem Alter
Angegriffen wird die Schülerin genauso wie die Geschäftsführerin. Weder Herkunft noch Bildung noch Lebenserfahrung schützen davor, weil jede Masche denselben Hebel ansetzt.
Das Bauchgefühl ist von gestern
Wer Betrug bisher an einem komischen Gefühl erkannt hat, hat ihn an Merkmalen festgemacht, die es so nicht mehr gibt. Ein neues Gefühl dafür entsteht nicht von allein. Was sich gerade verschiebt →
Andere Szenarien, dasselbe Muster
Jugendliche werden über Spiele, Marktplätze und Nebenjobs angegriffen, Belegschaften über Rechnungen und Chefmails. Ausgenutzt wird in beiden Fällen dasselbe: Vertrauen.
Früh gelernt heißt später vorbereitet
Wer eine Masche einmal durchschaut hat, erkennt auch die nächste Fassung. Das hilft heute im Klassenzimmer, später am Arbeitsplatz und ganz nebenbei der eigenen Familie.
Deshalb ist das hier kein Technikthema. Jede dieser Maschen zielt am Ende auf dasselbe: auf Vertrauen. Auf eine bekannte Stimme, einen vertrauten Namen, eine Bitte, die harmlos klingt. Dagegen hilft kein Update, sondern nur, das Muster einmal von innen gesehen zu haben. Dasselbe als Befähigung im Unternehmen →
Interesse an einem Termin?
Schreiben Sie mir kurz, um welche Gruppe es geht, wie viele Teilnehmende zu erwarten sind und wie viel Zeit zur Verfügung steht. Den Rest klären wir im Gespräch.